Kirche heute…

Ich gehe nur in die Kirche an traditionellen Feiertagen. Also ein Feiertags-Christ?! Nein ich bin immer Christ. Wir haben auch einen tollen Pfarrer, letztes Jahr um diese Zeit hat er all seine Predigten zum runterladen angeboten und so war ich jeden Sonntag „in der Kirche“, es war besser für mich. Ich geh gern in die Kirche, aber allein. Das Geheuchle der „Gemeinschaft“ kann ich ebenso wenig ab wie die „Evangelikalen“.

Und heute bestätigt sich mal wieder mein Eindruck und ich bin RICHTIG SAUER deshalb!

Heute morgen 6:30 aufgestanden, da meine Mutter schon immer mal am Gottesdienst am Ostersonntag auf dem Friedhof teilnehmen wollte, seit mein Bruder gestorben ist. Der Gottesdienst war schön. Die Sonne ist währenddessen über die Hügel gekommen….

Später am Mittag im Garten, erzählt mir meine Mutter, dass letztes Jahr um die Zeit eine der Ältesten angerufen hatte, fragte wie es geht und ob man etwas tun könnte für die Älteren in der Gemeinde…. und meine Mutter, die seit 30 Jahren in sich gekehrt mit Niemandem reden kann… die ich IMMER wieder gedrängt habe, sogar vorgeschlagen habe, sich an die Kirche zu wenden …. war EINMAL offen, weil es ihr tatsächlich sehr schlecht ging an dem Tag, sie erzählte, dass sie sich einsam fühlt, gerade Hochzeitstag hatte und der Todestag ihres Mannes direkt darauf folgt, dass sie in die Kirche geht (allein, weil die damals schon offen war, weil kein Gottesdienst mehr statt finden konnte…) wenn es möglich ist und hoffe da Kraft zu finden… sie hat sogar GEWEINT am Telefon (meine Mutter kann das nicht, vor anderen weinen ….) und was hat die „Dame vom Ältestenkreis“ wohl getan oder tröstendes gesagt??

GARNICHTS!!!!!!!!!

Also wenn ich mich für so einen Dienst am Nächsten aufstellen lasse…. dann folge ich dem Weg von Jesus. Dann reiche ich eine Hand. Und es ist egal wie ich das tue…. aber ich tue etwas … und wenn ich ein Gepräch anbiete, einen Besuch, zuhöre, mich wieder mal melde … egal was .. wenn ich überfordert bin, dem Pfarrer weitergebe, dass da ein Gemeindemitglied traurig ist und seelische Unterstützung braucht… wenn ich mich selbst dazu nicht in der Lage fühle …

Diese Nummer ist absolut schwach.

Innere Schönheit

Da ich positives und negatives hier strickt trennen will, weil es ja auch eine Art „Therapie-Blog“ ist… hier das Gegenteil, was mich gestern wieder etwas in die Spur gebracht hat und der Auslöser war mich – zum Glück – tiefer mit dieser Sache auseinander zu setzen.

Gestern habe ich den Tag mit einer lieben Freundin verbracht, die ich – Coronabedingt seit September nicht mehr gesehen hatte – und das erste was sie zu mir sagt, nach der Begrüßung ist; „Du wirst immer hübscher!“

Und nicht nur das, entgegen meiner Meinung zum ersten Eindruck den ich wahrscheinlich hinterlassen, erzählt sie mir (wiederholt) dass sie einer Freundin unsere erste Begegnung geschildert hat: „Ich sass bei einer Hochzeit, ganz allein und kannte niemand und plötzlich kam eine Frau auf mich zu und hat mich mit so einem schönen herzlichen Lächeln angesprochen … das werde ich nie vergessen … “ ❤

Schönheit..

liegt ja sprichwörtlich im Auge des Betrachters… ich weiß gar nicht ob ich das schon erzählt habe, aber an der „neuen“ Arbeitsstelle hat mich doch vor 4 Wochen die „nette“ Kollegin (der Moser-Klon der Kollegin am „alten Arbeitspatz“ gefragt wie alte ich bin … und nach der „Offenbarung“ gemeint; Oh das hätte ich nun nicht gedacht, dass wir so weit auseinander sind … !

Sie ist 13 Jahre älter als ich! Und Nein, sie sieht nicht extrem jung aus oder so!
Na Danke. Das pusht doch mein Selbstwertgefühl enorm. Das hat auch nichts damit zu tun, dass ich meine Tage hatte und auch völlig übermüdet war…

Das ist genau so eine Situation in der mein inneres verletztes Kind zum Vorschein kommt, das wegen seiner Brille gehänselt wurde… gleiches Gefühl!

Und ich trage das seit 4 Wochen mit mir herum.

Seit vier Wochen schaue ich immer wieder in der Spiegel … sehe mich alt, hässlich und traurig entgegen schauen… komme wieder ins Grübeln… denke wieder unvernünftige Dinge, der hübsche Mann kann mich ja gar nicht lieben so alt und hässlich wie ich aussehe. Kaufe mir ein Gesichtsmassagegerät für Durchblutung und weniger Falten… jetzt sitze ich hier und heule und bin dankbar dass ich das mit Euch teilen kann, weil mir jetzt erst klar wird wie SEHR mich das verletzt hat .. und was genau es in mir triggert.

Natürlich kann man keine Liebe annehmen wenn man so von sich denkt! Klar glaubt man dann nicht daran. Da nützt alles von außen nichts. Weil man dem Anderen sowieso nicht glauben würde. Natürlich denkt man dann, er schaut sich nach all den hübschen (Fake?) Damen auf FB oder sonstwo um …

All diese Erfahrungen müssten überschrieben werden durch positive Erlebnisse… tja nur leider funktioniert dass nicht wenn man in den besten Jahren ein Arschloch als Freund hatte. Ja ich muss ihm verzeihen …. immer wieder … um meiner Selbst willen. Er konnte natürlich nicht anders. Er konnte nur das tun was er gelernt hatte und bei seiner Mutter war das nichts Gutes.

Umso schwieriger ist es jetzt… so spät damit anzufangen. Es tut so weh, es holt so viel alten Müll raus … wirbelt einen Haufen Staub auf der einem das Atmen schwer macht… ich wünscht es wäre so einfach wie beim Wohnung entrümpeln… auch wenn das Nerven, Schweiß und Muskeln kostet. .. nach 2 Wochen ist gut… alles auf der Mülldeponie und man muss nie wieder hinschauen oder ist damit belastet. Man kann sich entspannt zurück lehnen, erleichtert ausatmen, die Füße hochlegen und stolz auf sich sein was man geschafft hat. Ich habe manchmal das Gefühl mein Müllberg wächst je mehr ich darin rumwühle, weil er nicht entsorgt wird, sondern nur von einer Ecke in die andere geschoben wird und sich nicht auflöst. Wie das Geschirr meiner Oma das immer noch im Keller steht und drauf wartet in die Diakonie gefahren zu werden….

Den anderen sehen …

Mangel macht krank und zerstört. Medizinisch völlig eindeutig, für mich … körperlich…

Seelisch weiß ich zwar dass es auch so ist. Aber trotzdem denke ich oft die Heilung müsste ganz schnell gehen. So wie bei Dehydrierung, einfach mal ne NaCl Infusion und die Sache ist wieder im Kasten.

Körperliche Schwierigkeiten sind wahrscheinlich einfach akuter, schnell erkennbar und deshalb auch anders therapierbar.

Mangel als Selbstliebe zieht einen langen Faden durch viele Bereiche. Misstrauen, Zweifel, Unterstellungen, schlechte Laune, negative Einstellungen… ich will da jetzt gar nicht weiter machen.

Im Mangel darin kann man auch ganz schwer Liebe geben. Vielleicht findet man ja die mit Efeu überwucherte Ausgangstür in der Mauer… aber lange bleibt man nicht draußen.

Das schlimmste ist, dass so bald wir wieder hinter der Mauer sind den Anderen nicht mehr sehen können. Wir sehen nur noch die Backsteine und vermuten was dahinter passiert.

Ob es nun eine göttliche Fügung ist wenn man ins Gespräch mit Jemandem kommt der einem den Spiegel vorhält – ich meine JA! – oder ob man glaubt es ist nur Zufall… es ist auf jeden Fall hilfreich.

Ähnlich wie mit dem Gitarrenlehrer hatte ich diese Woche ein Begegnung mit einem Patienten, der über seine Therapie auf seine Ehe zu sprechen kam und mir erzählte, dass er eigentlich ständig unterwegs war und so gut wie nie zu Hause. Dass er seine Frau erst jetzt kennenlernt seit er in Rente ist. Er sprach über das Vermissen, darüber dass er niemals fremd gegangen wäre, obwohl natürlich Gelegenheiten da sind, dass man schließlich einen Ruf zu verlieren hat (so habe ich das noch nie gesehen, aber das stimmt ja!!) und man kann schnell gekündigt wäre in so einem Fall, dass man eine Liebe nicht aufs Spiel setzt wegen sowas. Dass viele Frauen ihn verlassen hätten, wegen der langen Zeiten in denen man sich nicht sieht und es vielen Kollegen so ging… und wie verletzend es ist, wenn einem Misstrauen entgegen gebracht wird. (In meiner Welt, dachte ich immer Eifersucht würde zeigen, wie sehr man den anderen liebt und wie wichtig dass er ist. Dass es für den anderen eigentlich schmeichelhaft ist und nicht verletzten. Aber meine Welt darf sich ja auch ändern 😀 )

Am Schluss hat er sich bedankt, dafür, dass ER endlich mal über diese Dinge reden konnte, denn das hatte er bisher mit niemanden.

Übermalen

Gestern war ich nun das 3. x an der neuen bzw. Zwischenarbeitsstelle. Und es war ein positiver Dienstag. Es war angenehm viel zu tun, so dass der Tag schnell vorbei ging und ich mich am Nachmittag auf ein Treffen mit einer Freundin freuen konnte, die ich zuletzt im August gesehen habe und die dort oben in der Nähe wohnt. Es war so ein wunderschöner Nachmittag und dadurch wurde das erste Mal als ich dort war hoffentlich „übermalt“ wir hatten wunderbare 22 Grad und konnten uns mit Kaffee und Kirschtasche 3,5 Stunden in den Park setzten.

Ich bin so dankbar für diese Freundschaft. Die auch kein Zufall war. Wir sind beide sehr in sich gekehrte Menschen und haben uns in der Reha kennen gelernt. Ich, die ich äußert selten, wenn nicht sogar nie, auf andere Menschen zugehe und sie, sie sass bei unserer ersten Begegnung am Tisch beim Abendessen hat auf den Tisch geschaut und überhaupt keinen „hey setzt euch alle zu mir“ Eindruck gemacht. Aber irgendwas hat mich zu ihr hingezogen und ich habe mich zu ihr gesetzt. Wir waren uns sofort nah und mit 2 anderen Frauen die Zeit über zwar ein 4er Gespann – aber wir hatten auch Spaziergänge und Tee und Zoo allein und haben gemerkt dass wir spirituell auch auf einer Wellenlänge sind … und es ist über die Jahre eine tiefe und aufrichtige Freundschaft entstanden und wir haben beide ähnliche Themen zu bearbeiten.

Momentan steht tatsächlich bei uns beiden die „Angst vor Nähe“ noch etwas im Vordergrund. Und es tut gut sich auszutauschen. Weil es dann auch viel klarer ist dass das Problem bei einem selbst liegt, aus dem Inneren kommt und aus einer bestimmten Art Verletzungen kommt die sich in diesen „Mustern“ auswirkt.

Es war einfach ein schöner Nachmittag. Wir haben die Sonne genossen, das Gespräch. Wir konnten lachen und auch etwas loslassen glaube ich … es fühlte sich zumindest sehr leicht an und ich bin erst spät ins Hotel gekommen und konnte auch wunderbar schlafen. Und wir müssen die alten Muster und Erlebnisse nun auch endlich und vor allem auf Dauer übermalen und dürfen uns lieben lassen, Liebe annehmen und daran glauben dass auch wir es verdient haben ❤

2tes mal unterwegs…

es ging diesmal besser, ich habe zu Abend gegessen, geduscht und bin danach ins Bett… mit Baldrian und Schlafmeditation konnte ich auch bis 6 Uhr schlafen, bis die Wecker im Nachbarzimmer geklingelt hat … gr…

Aber schön ist anders…

Es macht sich auch vom Gehalt her nicht bezahlt und wirklich so viel Arbeit wie behauptet haben die Kollegin in dem Zentrum auch nicht …

Irgendwas werde ich hoffentlich aus dieser Probezeit mitnehmen und bin um ein paar Erfahrungen reicher. Vielleicht geht es auch ums erwachsen werden, um sich etwas loszulösen und auszuprobieren.

Raum geben

Die 2. Arbeitswoche habe ich mich krank schreiben lassen und das tue ich normalerweise nie. Aber ich war so erschöpft und ich habe gemerkt dass mein Immunsystem gerade runter gefahren war … wenn ich nicht gebremst hätte, dann wäre ich sicher richtig krank geworden.

Die Woche zu Hause habe ich erst mit Skepsis gesehen, denn ich weiß ja vom Wochenende, dass ich da gern in Grübeln und Selbstmitleid verfalle. Aber es hat mir richtig gut getan… ich habe mich um mich selbst gekümmert, das gemacht wozu ich Lust habe und ich war total entspannt und ruhig und habe kein Zweifel gehabt..

Ich war völlig im Vertrauen. Zu mir. Zum ihm. Auch wenn ich stressbedingt einen Tag nichts gehört habe, war mir klar dass es nichts mit mir zu tun hat, sondern mit der Arbeit … und kaum gehts wieder nach Außen… ging es wieder los, erst nur leicht … dann schlimmer … und ich muss jetzt echt die Bremse ziehen weil ich wieder kurz davor bin zu kippen ….

Die Therapeutin hat es auch schon gesagt, ich merke genau wenn es gut geht und scheine was zu suchen damit es wieder nicht so ist und verpasse mir gern selbst eine ..

Ja schön … und wie mach ich das anders… DAUERHAFT anders….

Aufgedeckt…

habe ich in den letzten Woche so einige Dinge, die auch antrainiert sind, abgeschaut, vererbt (ob es vererbt wirklich gibt oder ob das einfach „erlernt“ ist …aber das ist ja eigentlich auch egal) … gut und schön, also weiß ich jetzt wo meine Muster und Glaubensstrukturen her kommen … und was mache ich jetzt damit?

Klar – gut ist dass es einem schon mal bewusst ist …

Dass man es anders machen möchte…

Aber das ist total eingefahren, dass es nicht sofort funktioniert. Das ist wie wenn man völlig in Gedanken Auto fährt und die Strecke die man jeden Tag z.B. zur Arbeit fahren muss, einfach gedankenlos einschlägt … dabei wollte man wo ganz anders hin und muss wieder umdrehen…

Wenigstens ist das beim fahren kein Problem, aber leider bei Gefühlswegen schon… ich bin teilweise so festgefahren darin, dass ich zwar mit aller Kraft versuche raus zu kommen, aber es ist wie im Schlamm stecken, die Räder drehen durch und man wird statt raus zu kommen mit Schlamm vollgespritzt. Da wäre gut es gäbe ein Unterlage wie für die Reifen, einfach drunter legen, Grip haben und flupp ist man draußen und fährt zurück in die richtige Richtung.

Gestern Morgen hatte ich ein Gespräch mit einer Hundebekanntschaft, die erzählte von Ihren Panikattacken die sie früher hatte und wie sehr ihre Lebensqualität eingeschränkt war, dass sie sich bei einer irgendwann gesagt hat; Gut was solls, dann stirbst Du jetzt halt …

Und danach hatte sie nie wieder eine …

Ein paar kleine Verbesserungen merke ich auch. Tageweise, manchmal eine ganz Woche läuft es besser. Ich kann mich öffnen, hab nicht direkt danach Angst mich lächerlich gemacht zu haben oder zu verletzlich … manchmal ist mir völlig klar, dass sich nicht das Universum um mich drehen muss … das ist so schön, so entspannend, diese Tage sind so klar und schön und ich hoffe jedes Mal dass es auch der Schalter ist und es nie wieder passiert … und dann bin ich doch wieder in der Falle, was auch immer der Auslöser ist … ich sitzte da, ich grüble, verschließe mein Herz hinter Gekränktsein, Beleidigtsein, falsch verstehen und Unterstellungen und will schon wieder „nachforschen“ (mal freundlich ausgedrückt) ..

Eben diese Strukturen habe ich mir antrainiert, wenn etwas nicht genau so und sofort passiert wie ich das denke… dann fühle ich mich allein gelassen, ängstlich, zurück gewiesen, denke ich habe mich lächerlich gemacht, meine Selbstzweifel sitzen im Magen und im Nacken und attackieren mich den ganzen Tag… und ich bin es wirklich auch leid und satt und ich geh mir so auf die Nerven damit … warum legt sich dann nicht einfach auch mal der Schalter um …

1 neue Arbeitswoche

Und es war … nicht schön …

Aber erkenntnisreich.

Ich glaube ich habe Fortschritte gemacht, ich will noch die letzten Erkenntnisse aus der Sitzung letzte Woche aufschreiben, aber lieber nicht heute Abend.

Aber es liegt noch viel Arbeit vor mir.

  1. nicht jeder der jammert hat Grund dazu, ich habe heute Vormittag allein mehr Patienten gehabt, als an der Dienstagsstelle zu Dritt den ganzen Tag! Und die brauchen Hilfe??? Also mal sehen, vielleicht war das auch nur ein Tag der mal langweilig war.
  2. Egal was man im Außen verändert, es ändert nichts im Inneren. Ich wollte weg, weil ich nicht genug Arbeit habe, tageweise, jetzt bin ich weg und da ist es nicht mehr, dafür muss ich mich 2 Stunden mit Autobahn plagen und mit Übernachten. Die Kollegin auf der Arbeit die ständig mosert und wo ich immer getriggert bin und denke „oh Gott so will ich nicht enden“ habe ich auf der Dienstagsstelle als Klon! Wenn ich bei der Arbeit ständig an den Hasen denken muss, weil wir uns da kennen gelernt haben und der andere Mann immer so blöde Kommentare und Fragen von sich gegeben hat … so habe ich jetzt einen Kollegen Dienstags der genauso heißt wie der Hase, obwohl es den Namen eher sehr selten gibt… also kein Michael, Jürgen oder ähnliches …. und überall steht er auch noch, der Name, auf Postfächern, im Kalender, bei jedem Pat den ich in der Region aufrufe…
  3. Ich dachte ich könnt hier alles stehen und liegen lassen, wenn es irgendwann situationsmässig passt und einfach in seine Arme fliegen … aber allein im Hotel habe ich einen Anfall von Heimweh bekommen, habe meinen Hund vermisst wie blöd und auch Sorgen um meine Mutter gehabt … ich hab geweint wie ein kleines Mädchen dass allein in Kur muss oder sonstwo hin … wie damals als ich nachts im Krankenhaus aufgewacht bin… ich bin dann vor Erschöpfung kurz eingeschlafen, aber war ab 2 mehr oder weniger dauernd wach, da ist mir nachts dann klar geworden, dass selbst wenn es irgendwann möglich ist näher und öfter mit dem Liebsten zusammen zu sein, ich – nicht ganz so viel wie in dieser Corona-Fernbeziehungszeit, aber doch sehr häufig auch allein wäre .. und dann auch einsam… und dann entstehen auch Vorwürfe und Unterstellungen wenn man psychisch noch nicht stabil ist…

Also es gibt noch einiges zu tun für mich um beziehungsfähig zu sein.

Und was den Job betrifft, im Moment glaube ich, dass ich den nicht auf Dauer machen will. Aber es ist die erste Woche. Aber egal wie ich mich entscheide werde, ich habe jetzt schon was gelernt dabei und entweder es gefällt mir, es tut sich was anderes auf oder ich gehe selbstbewusster aus der Sache raus und bin wieder zufriedener mit dem was ich habe….

Und ich hatte wieder am Abend gesehen, dass es auch in solchen Situationen in denen man sich völlig allein, hilflos und verzweifelt fühlt, immer ein Lichtchen gibt. Die Freundinnen die anbieten zu telefonieren und trösten, der Hase, der gar nicht weiß wie schlecht es einem tatsächlich geht, aber trotzdem verständnisvoll ist… die Hotelbesitzerin, die einem das leckere Essen aufs Zimmer bringt (auch sowas … allein auf dem Zimmer essen… ) und mit der ich kurz reden konnte, die mir dann zum Trost gleich ihren Hund vorbei gebracht hat zum streicheln 😀