Neue Wege und Erfahrungen

Für mich einstehen – ist neu… und es fühlt sich auch gut an… endlich mal ohne Wut und Herzklopfen.

Dass der Andere normal reagiert – ist auch neu … und es öffnet den Weg für Vertrauen und Ruhe.

Gestern habe ich mit einer Freundin getroffen, eine von Jenen die einfach mal so Sprüche raushauen, weil sie projizieren und Vorurteile habe, nicht richtig zuhören und weil sie selbst nicht (ganz) zufrieden sind. Diese Freundin hat aber irgendwann in diesem Jahr die Kurve bekommen und sich anders verhalten. Außerdem ist sie mir wichtig.

Deshalb habe ich ihr gestern gesagt wie ich das letztes Jahr empfunden habe, auf die Frage wie es mit dem Schatz ist und wie oft wir uns sehen können.

„Ich will nicht mit Dir streiten oder Dir jetzt noch Vorwürfe machen. Ich möchte aber nicht, dass etwas zwischen uns steht und deshalb muss ich Dir das sagen. Du wusstest dass ich ein Kindheitstrauma und Verlustangst habe, einen langen narzisstischen Missbrauch in der Beziehung und wie lange ich allein war, dass ich mich nicht traute überhaupt wieder einen Menschen an mich ranzulassen. Dann bin ich von heute auf morgen total verliebt und glücklich und meine Freundin versucht mir das madig zu machen. Ohne Grund. Ohne ihn zu kennen. Das kann ich nicht nachvollziehen. Ich hätte da Unterstützung erwartet. Du weißt nicht, was Du mit Worten bei einem traumatisierten Menschen auslösen kannst. Welche Ängste Du wachrufst, welche Selbstzweifel, die alten Wunden reißen auf und machen die Gegenwart kaputt, die endlich mal schön sein dürfte. Und deshalb bin ich ganz froh, dass wir uns bei aller Sehnsucht nicht oft sehen konnten oder er hier wohnt, wer weiß was wir für Probleme bekommen hätten wenn er, der überhaupt nichts damit zu tun hat und so liebevoll ist, all die alten Ängste und meine Selbstzweifel abbekommen hätte…. das hätte alles kaputt machen können!“

Sie hat zugehört. Mich nicht unterbrochen. Sie war nicht wütend. Sie war nicht beleidigt.

Wir hatten danach immer noch einen schönen Mittag, haben gelacht und uns noch stundenlang unterhalten. Und ich bin froh, dass wir immer noch Freunde sind. Denn sie ist intelligent und nett und ich kann mich mit ihr über vieles austauschen. Auch über das innere Kind. Selten und gut. Und ich denke sie ist ein bodenständiger Mensch, trotzt ihrer eigenen – offensichtlichen 😉 – Probleme und Schwierigkeiten.

Das ist eine neue und gute Erfahrung 🙂

Ego der Liebe

Genau so ist es … wie die liebe Lene schreibt…
Manchmal ist es so dass es schwer ist, diese bewusste Entscheidung zu treffen, weil das Unterbewusstsein so viel angesammelt hat was dagegen spricht und sich Mauern und Schluchten auftun … auch wenn wir das gar nicht möchten….
Dann müssen wir arbeiten um erstmal so weit zu kommen um JA zu sagen, ja zur Liebe… ja uns einzulassen …
Ja erstmal zu uns selbst… und dann können wir annehmen… dann zulassen und auch nur dann schenken…

Schade, wenn wir dann Menschen in unserem Umfeld haben, die statt genau diesen Weg zu unterstützen noch ein paar Felsbrocken vor die Mauer legen … oder uns einen Schubs in die Schlucht geben…

Schlimm wenn diese Menschen sich Deine Freunde nennen. Davor habe ich schon oft geschrieben… morgen treffe ich einen dieser Menschen den ich noch in meinem Leben habe… ich treffe sie mit Vorbehalt und auch nur weil sie reflektiert hat die letzten 2 Male … aber ich hoffe ich bin mittlerweile mit der Selbstliebe so weit gekommen, dass ich ihr genau das sagen kann was ich hier geschrieben habe… nicht um sie mit erhobenen Zeigefinger anzusehen … sonder um ihr zu sagen, wie weh sie anderen mit so einer Haltung tun kann und was sie zerstören kann!

HerzPoeten

Liebe benötigt kein Ego oder einen Grund, um da zu sein, da sie einfach ist.

Sie fragt weder nach einem „warum“ noch nach einem „wieso“, sie sagt einfach „ich bin“.

Daher ist es unsere Entscheidung, ob wir Liebe bewusst wahrnehmen wollen, um sie zulassen, annehmen und anderen schenken zu können.

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Ausgekaut

So fühle ich mich. Dieses ganze nervige Corona Gedöns, dieses Jahr das vorbei zieht wie ein Düsenjet, diese anstrengende innere Arbeit kombiniert mit Freunden die einen enttäuschen, die Firma die einen ausbremst, die Aufgaben zu Hause die anstrengender werden, nervlich nicht körperlich … und keinen Sommerurlaub …

Heute ist leider wieder mal ein depri Tag obwohl er keiner sein müsste. Aber ich nehme das jetzt mal an und heule mich aus. Dann wird es auch wieder besser.

Meine Mutter hatte heute einen Kontrolltermin der mir jedes Jahr sehr auf der Seele lastet, ich habe jedes Mal Angst, es war etwas besser dieses Jahr, ETWAS aber ich saß trotzdem im Wartezimmer, war angespannt und habe tatsächlich auch geheult. Aber es war mir egal, wenn Jemand das lächerlich findet, dann soll er halt … was wissen die schon von mir und was ich erlebt habe.

Jetzt hat meine Mutter nicht gerade sehr viel Verständnis für meine Angst und Sorge, so empfinde ich es zumindest, „da ist schon nix“ – ja andererseits was soll sie auch sagen.

Sie sagt, sie macht sich keine Sorgen. Das Ergebnis war zum Glück gut. Alles in Ordnung. Trotzdem sitzt sie mir dann beim Frühstück gegenüber, lässt den Kopf hängen, ist kurz vorm Weinen, schweigt.

Mein inneres Kind bekommt Panik. Hat sie mich angelogen? Hab ich was falsch gemacht? Ist sie sauer auf mich? Aber warum?

Ich frage – mal wieder – was los ist und bekomme – wie fast immer – die Antwort ; alles gut! (Das sie dabei nicht schluchzt ist alles!

Das Kind wird wütend und kommt sich verarscht vor. Es spürt – wie immer – dass das nicht stimmt. Und wie immer wird es angelogen. Das selbe Muster wie meine Mutter bei meinem Vater abgezogen hat. Sie kann wohl nicht aus ihrer Haut und egal wie oft ich ihr sage; Sei ehrlich, ich merke es sowieso – es ändert sich nicht und ich fange wieder mal eine Diskussion an.

Als sie dann mit der Sprache rausrückt und anfängt zu weinen, verstehe ich zwar, dass es bei Ihr auch die Nerven sind. Aber ich verstehe einfach nicht, dass sie nicht ehrlich sein kann.

Wenn man gefragt wird, was los ist… kann man doch sagen; „ich bin auch aufgeregt, ich geh nicht gern zum Arzt … nächstes Jahr lasse ich es sein …“

Und ich SEHE zwar jetzt was mich zusätzlich fertig macht.

Das kleine Mädchen wird immer angelogen – Gründe sind egal, auch wenn man es vielleicht schützen wollte, es macht keinen Unterschied, es merkt dass es so ist und vertraut seiner Wahrnehmung irgendwann nicht mehr. Und außerdem ist es wütend, weil es sich so anstrengt, seit sie 7 ist strengst sie sich an … die Mutter glücklich zu machen… bis vor ein paar Jahren (oder Monaten) habe ich das noch immer versucht, versucht den Bruder zu ersetzen, alles richtig zu machen, ja nicht noch mehr Kummer zu verursachen, den Vater zu ersetzten, die Freude in Ihr Leben zu bringen mit Urlauben, mit Büchern, mit „geh doch noch mal in Therapie“ oder „nimm doch mal den Tee, oder Johanniskraut, oder geh mal in diese Gruppe oder sprich mit einem Seelsorger…“ Ich ziehe und mache und doch alles ohne Erfolg und teilweise wird es auch nicht probiert oder angenommen.

Ich habe zwar mittlerweile verstanden, dass es so nicht funktioniert und ich es aufgeben muss. Ich muss schauen das ich zurecht komme (wofür man kein Verständnis hat, „das muss doch mal besser werden mit der Verlustangst!“ und meinen Weg finde glücklich zu sein. Ich bin so ausgelaugt und müde.

Ich liebe meine Mutter und ich werfe ihr nicht vor, dass es ihr nicht gut geht, nach dem Verlust eines Kindes, wird es nie wieder gut sein. Ich kann ihr auch nicht vorwerfen, wenn sie Dinge nicht ausprobiert, weil es ihr Leben ist …

Aber es ist schwer es zu akzeptieren und sie sein zu lassen weil ich – oder das kleine Mädchen – dann ein schlechtes Gewissen hat… wie kann ich denn glücklich sein, wenn es ihr schlecht geht? Und ich habe leider schon Erlebnisse gehabt, die das bestätigen. Als ich tieftraurig über den Verlust meines Hundes, einen Welpen ins Haus geholt habe und wieder lachen und lieben konnte und mich gefreut habe… ja das war in ihren Augen falsch … ich hätte den anderen Hund vergessen oder nehme ihm etwas weg… einem toten Hund … und dieser Glaubenssatz den trägt sie in sich und hat ihn mir weiter gegeben.

Wenn es schon beim Hund so ist… wie sollte ich mir dann erlauben glücklich zu sein, wenn doch mein Bruder nicht mehr lebt, mein Vater, wenn sie nicht glücklich ist. Es wäre schön, dass auszudiskutieren, aber das geht nicht… ich kann nur an mir selbst arbeiten. Aber diese Prägungen machen es sehr sehr schwer.

ICH ERLAUBE MIR GLÜCKLICH ZU SEIN!!!!

Für Dich schlägt mein Herz

Es hat weh getan .. manches und Manche los zu lassen … manche Erkenntnis zu haben .. manche Einsicht… manche Wunde nochmal anzuschauen … meine Glaubenssätze herauszufinden … mein dadurch geprägtes Verhalten zu reflektieren… meine nicht vorhandene Selbstliebe zu erkennen und was dadurch alles entsteht …

Doch je mehr ich loslasse … desto mehr öffnet sich mein Herz für Dich ❤

Und immer mehr kann ich Ja sagen zu allem was ist, wie es ist … und auch Geduld haben… und Verständnis und Liebe für Dich wie Du bist und was Du tragen musst … es ist unwichtig was Andere denken, was andere meinen und ob wir nur langsam gehen können … wichtig ist was ich für Dich empfinde … und wie Du zu mir bist… das Du ein gutes Herz hast … und ich lächeln muss wenn ich an Dich denke… wie vertraut wir uns sind, vom ersten Treffen an und wie nah trotz der räumlichen Entfernung … und dass jeder Moment mit Dir so wertvoll ist und mich so glücklich macht wie ich es nie zuvor in meinem Leben war…

Vielleicht habe ich irgendwann so viel Selbstliebe und dadurch den Mut Dir das zu sagen ❤

Optionen

Wenn ich aus der Opferrolle heraus trete. Mein Herz und meine Enttäuschung heilen möchte. In die Selbstliebe gehe.

Dann schaue ich anders auf die Situation.

Dann möchte ich sagen:

„Es gut mir leid, dass Dein inneres Kind sich so verletzt und zurück gewiesen fühlt, nur weil ich Deine Spiele nicht mehr spiele, dass Du mit Dreck und Steinen nach mir werfen musst und Dich letztendlich dabei wieder selbst triffst.

Es war nie meine Absicht Dich zu verletzten. Ich fange nur endlich an erwachsen zu werden und habe aufgehört mit Dir Herzchen im Treibsand zu malen.

Ich bin aufgestanden und habe eine wunderschöne neue Welt entdeckt und Du hast mir hinterher geschrien, dass da keine bunte Blumenwiese ist, dass da hinten sicher Gefahr lauert und mir versucht Angst zu machen, damit ich da bei Dir sitzen bleibe …

Du hättest Dich auch freuen können, dass ich mich auf den Weg mache … hinter Dir auf der Schaukel sitzt ja immerhin Jemand.

Manchmal hätte ich Dich dann besucht. Ich hätte keine Herzchen mehr gemalt, aber vielleicht einen Sandkuchen mit Dir gebacken und Dir erzählt wie schön die Welt da draußen gerade ist. Dass ich mich immer weiter vor wage auf die Wiese, mal diese und jene Blume anfasse und an ihr rieche wie herrlich sie duftet …wie stolz ich bin, diesen Weg zu gehen auch wenn ich ihn langsam gehe… und dass mir dort die Sonne ins Gesicht scheint und die Vögel singen… Du hättest Dich freuen und Dich aufs schaukeln konzentrieren können… „

Schöne Begegnung

Gestern habe ich beim Hundespaziergang eine andere Hundefrau getroffen, die ich sonst immer bei einer anderen Runde im Nachbarort gesehen habe und schon ewig nicht mehr getroffen habe.

Wir haben lange geredet, über Arbeit und all die aktuellen Themen… beim Abschied sagte sie dann;

„Hoffentlich sehen wir uns bald wieder. Tut richtig gut mit Dir zu reden!“😊😊

Wie schön, dass sie das denkt und auch noch sagt, viele würden das ja eher nicht kommunizieren.

Dünn (häutig)

Wie oft fühle ich mich ungeliebt ? Eigentlich ständig … Immer nehme ich Dinge die nichts mit mir zu tun haben zum Anlass und denke dass zeigt dass ich eben für Niemanden wichtig bin.

Gestern sitze ich mit einer Freundin spontan in der Sonne nach der Arbeit, wir essen etwas und trinken noch einen Kaffee.

Sie schaut mich an und sagt ruhig und ohne diese tadelnden oder entsetzten Tonfall in der Stimme, die viele an den Tag legen; „Du bist immer noch so dünn … “ „Du hast solche Storchenbeine bekommen und so ein schmales Gesicht!“

Je nachdem wie man sowas gesagt bekommt, kann man darüber verletzt oder zornig werden.

Aber sie hat das mit liebevollem Ton gesagt, mit Sorge in den Augen und ich habe auch gespürt dass die Besorgnis ernst ist und sie es sagt, weil ich ihr wichtig bin.

Ich wünsche mir solche Momente im Herzen zu bewahren und mich daran zu erinnern, wenn ich mal wieder „Beleidigt“ bin. Denn offenbar liegt es ganz allein an meinem Selbstbild dass ich anderen immer irgendwas unterstelle was mir weh tut. Und Ihnen sicherlich auch, wenn sie es wüssten!

Enttäuschung

Meine Freundin hat mir gestern etwas sehr wichtiges gesagt. Das ist normal ist, dass ich so enttäuscht bin, dass da eben noch viel hoch kommt. Dass das ein herber Schlag ist.

Ich will immer nur schnellstmöglich weg und gestehe mir das alles nicht mehr zu. Und dränge mich selbst dazu „jetzt fröhlich zu sein“ „jetzt mal drüber weg zu sein“ .. es geht aber wohl nicht so schnell.

Es ist ein Schlag, nach so viele Jahren, so einer – dacht ich – engen Bindung. Ich bin erschüttert davon, weil ich nie gedacht hätte, dass wir uns mal nicht mehr verstehen könnten, weil ich fassungslos bin über diese Art von ihm, weil ich traurig bin um den Verlust des gemeinsames Lachens, der „vermeintlichen“ Freundschaft und mein Vertrauen, dass ich gerade versuche aufzubauen mit so einen Brocken drauf eben schlecht wachsen kann.

Ich bin tief getroffen, dass ausgerechnet der einzige Mensch, der wirklich ganz genau Bescheid wusste über die Narzissten Beziehung, mit dem ich offen über alles geredet habe, die schlimmsten Emails gezeigt habe… dem ich also absolut vertraut habe… gerade dieser Mensch, genau dasselbe Muster an den Tag legt, genau die gleich oder schlimmere Störung hat.

Und was meine Schuldgefühle angeht: weil ich denke, er ist in „seiner Welt“ sicherlich auch enttäuscht. Fühl sich wohl zurück gewiesen, nicht mehr gebraucht, ausgenutzt… was auch immer in seinem Kopf vorgehen mag, dass es ihm nicht ermöglicht eine normale, einfach Arbeitsbeziehung zu leben…

Ich habe mich mit diesem Gefühl auseinander gesetzt. Es ist immer noch dass ich glaube, ich muss etwas tun um geliebt und geschätzt zu werden, ich darf keine Grenzen setzten, sonst passiert genau das … ich mache alles falsch… ich muss auf ewig dankbar sein …

Auch wenn ich ihn verletzt haben sollte durch meinen Rückzug:

Es sind MEINE Werte denen ich treu sein muss. Ich habe mich verliebt, mehr als ich je zu träumen gewagt habe. Und ich bin treu. Nicht nur körperlich. Auch mein Herz, meine Seele sind treu. Ich lasse mich dann nicht mehr „anders“ umarmen. Ich lasse mir keine Eindeutigkeiten sagen. Ich lasse mich nicht mehr anfassen. Und ich rede (nicht mehr!) über Dinge die nur den Liebsten und mich etwas angehen.

Ich finde das ist eine gute Entscheidung und es ist meine Entscheidung. Ich muss mich nicht aus Dankbarkeit oder um des Friedens willen verbiegen wenn ich mich damit nicht wohl fühle.

Und wenn das die Konsequenz war, zu sehen, dass der angebliche Freund diese Grenzen nicht respektiert und nur auf sich bezieht, anstatt zu reflektieren, sich für manche Dinge zu entschuldigen und das Vertrauen langsam – wenn möglich – wieder aufzubauen. Wenn er statt dessen weiter macht mit der selben Schiene die überhaupt zur Grenze geführt haben, dann muss ich mir das nicht auch noch auf die Schultern laden. Und ich darf entsetzt sein, darüber, was sich da in ihm verborgen hat und dass ich die Warnschilder die sich ab und an aufgetan hatten ignoriert habe.

Ich darf neu anfangen. Den Schmerz manchmal noch beweinen aber dann auch wieder los lassen.

Das Misstrauen nicht mein Leben überschatten lassen.

Und ich muss mir nichts vorwerfen. Ich habe für mich und mein Herz richtig gehandelt. Vielleicht hätte ich es besser und schneller kommunizieren sollen, aber das ging mit dem damaligen Selbstwert nicht. Deshalb verzeihe ich mir auch das.

Achtsamkeit

Ein Thema das natürlich bei der Therapie präsent war, auch mein Kalender von diesem Jahr hat dieses Thema. Irgendwie dachte ich wohl, allein dessen bewusst zu sein, würde etwas ändern. Tut es nicht.

Gestern hatte ich wieder male duzende Nachrichten mit meiner Therapeuten-Freundin ausgetauscht und heute habe ich mich selbst beobachtet.

Ich gehe mit dem Hund spazieren.

Nein, das tue ich eben nicht.

Ich bin während dessen bei der Arbeit. Bei der Verletzung. Bei der Enttäuschung. Gehe im Kopf Dinge durch die ich hätte sagen sollen, die ich schon viel früher hätte tun sollen. Gehe immer wieder durch wo ich schuld habe, was er gesagt hat, wie die Kolleginnen denken (die dachten wohl echt alle ich hätte ein Verhältnis mit ihm!), was meine Chefin gesagt hat, was sie wohl denkt.

Ich bin beim Umzug

Bin bei der Begegnung die ich vielleicht herbei führen sollte, vor der ich Angst habe. Angst nochmal verletzt zu werden. Angst nicht die Fassung zu bewahren. Angst dass man mir ansieht was ich denke, meine Abneigung.

Ich bin nicht spazieren.

Ich bin mit dem Gedanken bei meinen Schuldgefühlen.

Ich bin bei meinem Mangel an Selbstliebe.

Ich bin in Gedanken schon dabei übers Wochenende nachzudenken.

Ich denke darüber nach was und wann ich dem Liebsten schreibe. Anstatt es einfach fließen zu lassen, weil es viel schöner ist und viel offener.

Nein ich bin nicht spazieren.

Und dann bleibe ich stehen, mache die Augen zu und genieße die Sonne im Gesicht. Atme tief durch, schaue die Blumen an, streichle meinen Hund und versuche nur im Augenblick zu bleiben.

Auch wenn ich tatsächlich gut nachdenken kann beim spazieren gehen. Aber dann sollte ich das vielleicht als Termin machen und allein gehen.

Ich habe den Drang weiter an mir zu arbeiten und doch keine Lust mehr. Weil es so lange dauert. Weil es so anstrengend ist.

Aber das ist auch kein Wunder. Ich bin immer nur am denken, am grübeln, aber überlegen… ich sollte mit tatsächlich Termine machen. An denen ich an mir, für mich, arbeite und dann aber auch wirklich Pause mache und die Seele ausruhen kann.

So macht das alles keinen Sinn. Es ist zu viel und ich komme nicht mehr zur Ruhe.