Das Kleid

… ist ein gutes Bespiel dafür, wie sehr ich von Außen gelenkt bin … was hoffentlich Schritt für Schritt der Vergangenheit angehören wird.

Es geht zwar nur um ein Kleidungsstück in diesem Falle. Aber es hat Geld gekostet, es hatte mir Freude bereitet… und es hängt seit dem Kauf nur im Schrank.

Ein dunkelrotes Wickelkleid mit weißen Herzen.

Ich habe damals voller Freude ein Foto an die ehemalige Freundin geschickt.

Kommentar „sieht aus wie ein Morgenmantel“

Das wars. Das Kleid hängt da. Jedes Mal wenn ich es anziehen wollte, höre ich den Kommentar und ziehe es wieder aus. Ich geh ja nicht im Morgenmantel auf die Straße.

Spiegel

andere Sicht der Dinge… möglicherweise ist der Mann auf der Arbeit dermaßen mich sich selbst beschäftigt, empfindet tatsächlich die Veränderung in der „Beziehung“ als Zurückweisung und ist sich gar nicht im Klaren darüber, dass ich auf „schönen Urlaub“ von ihm Wert lege… möglicherweise … ich will das mal so sehen, das bringt Ruhe … in Wohlwollen auf die schöne Zeit die wir hatten.

Who’s that Girl?

Nach den „Selbsterkenntnissen“ am Donnerstag wurde es noch ein guter Abend, eine ruhige Nacht und ein schöner Freitag ❤

Auch heute war ein guter Tag und ich bin dankbar für so viel Liebe was mir von allen Seiten entgegen gebracht wird. Sehr schade, dass ich das in einer schlechten Phase überhaupt nicht wahrnehmen kann.

Heute war ich seit langer Zeit mal wieder draußen, in einem Café, ein Stückchen Normalität, es war jetzt nicht bahnbrechend, aber auf der Heimfahrt ist mir doch aufgefallen, dass es ab und zu schon gefehlt hat. Es gehört einfach dazu.

Meine Freundin mit der ich mich heute traf, die kenne ich nicht so lange, wir sehen uns nicht sehr oft, trotzdem sind wir uns sehr nahe und auch wenn wir „Sprachschwierigkeiten“ haben, verstehen wir meistens sehr gut was die Andere sagen will.

Obwohl meine Freundin eine sehr hübsche, offene, strahlende Person ist hat sie auch Selbstzweifel, das hätte ich nie gedacht!

Und umgekehrt, als ich ihr sagte, wie ich sonst so bin (wenn ich Menschen nicht kenne, irgendwo neu bin ect.) meinte sie: Du bist so offen und herzlich, hast strahlende Augen … DAS bist Du!

Nur dieser Satz… DAS BIST DU … ja vielleicht… das ist das ICH ohne die Angst, ohne die Zweifel… die Lisa würde ich gern näher kennen lernen 😀

Besonnen

Auf dem Weg zur Arbeit sehe ich einen kleinen Jungen der den Gehweg entlang tapst. Ich kann es nicht so einschätzen, er war vielleicht 3 ?

Seine Mutter geht in die Hocke und breitet die Arme aus … „Wo warst Du denn???? Wir haben uns solche Sorgen gemacht…“ sie sagt das ganz ruhig, da ist nur Liebe in ihrer Stimme, froh dass der Kleine wieder da ist… ihre ausgebreiteten Arme sind eine Einladung … sie ist erleichtert … „Du darfst doch nicht einfach weg gehen …“ höre ich noch während ich weiter gehe und ich bin sicher, dass sie ihm SANFT und RUHIG erklärt warum …

Ich stelle mir vor, wäre ich Mutter und in so einer Situation, ich wäre völlig hysterisch, überfordert, getriggert, entsetzt, nicht mehr handlungsfähig, vor Angst gelähmt … würde mir Vorwürfe machen, demjenigen der vielleicht auch noch daheim war und VOR ALLEM DEM KIND!!!

Sicherlich würde ich erleichtert und glücklich sein … aber ich könnte es nicht zeigen. Ich würde es anschreien. Bestrafen mit Hausarrest oder ignorieren (wo wir wieder beim Spiegel sind) … natürlich nur im Affekt. Ein paar Minuten später würde ich es bereuen und würde hoffentlich reagieren wie diese Mutter.

Aber wenn ich diese Verlustangst und Panik nicht in den Griff bekomme…. dann darf ich auch niemals Mutter werden, wenn es sich denn noch ergeben würde…

Geknackt ?

Nochmal darüber nachgedacht was heute wohl passiert ist …

Es steht und fällt wohl alles mit der Selbstliebe…

Ignoranz von einem vermeidlich langjährigen Freund, einer Person die mich angeblich „Lieb hat“ …

Selbstzweifel …

Selbstliebe kippt…

Kann mich über liebe Nachricht nicht freuen…

weil ich sie nicht glauben und annehmen kann….

Mach mir unschöne Gedanken….

Da ich mich nicht als liebenswert empfinde in diesem Moment, durch die Art des Anderen mir gegenüber und durch die Art wie ich selbst damit umgehe… kann mich nicht leiden, weil ich so schwach und verletzlich bin …

projiziere das in mein Umfeld, dass auch alle anderen dies so empfinden …

Selbstreflexion im Therapiedschungel

Heute Morgen war noch alles in bester Ordnung.

Dann auf dem Weg zur Arbeit wurde ich wieder leicht nervös.

Und es war auch echt … sch … um es mal nett zu formulieren.

Früher waren gerade die Donnerstage sehr schön. Vielleicht komme ich tatsächlich immer noch nicht mit dieser neuen Situation, bzw. diesem kindischen, destruktiven Verhalten klar.

Am Ende des Arbeitstages war ich dann mal richtig sauer. Nicht mal ein „schönen Urlaub“ war drin, wenn man es schon nicht direkt schafft, aber wenigstens per Mail. Was soll denn das für eine Freundschaft gewesen sein?

Was mich am meisten ärgert, ist, dass es mich immer noch trifft.

Und – siehe da das eine Gespräch von gestern – ich RUNDUM beleidigt bin und auch meinem Schatz gegenüber beleidigt bin. Dabei war heute morgen noch alles gut. Es gibt keinen Grund.

Während ich über die Arbeit sauer bin, rundum beleidigt, kommen die Worte der Therapeutin wieder hoch.

Ich dreh mich im Kreis und kapier es nicht.

Da tut ein langer Spaziergang gut.

Und da fällt mir ein, wie meine eine Bekannte über das „Spiegelgesetz“ geredet hat.

Ja ich finde mich in dem Verhalten auf der Arbeit tatsächlich, leider, wieder.

Ich kenn das ja an mir selbst, vor kurzem noch in einem Beitrag erwähnt und eben genau heute, obwohl ich es am eigenen Leib erfahre, mache ich es auch.

Der Mann auf der Arbeit war mir sehr sehr wichtig. Als Mensch, als Freund, ja auch als Mann. ER war zuerst derjenige der Avancen machte (die ich erst für Nettigkeiten hielt um mich aufzubauen), ER war derjenige der trotz allen Gefühlen die er angeblich für mich hatte, sich niemals für ein anderes Leben entschieden hätte, ER war derjenige der mich jahrelang traurig gemacht und irgendwo auch verletzt hat, ganz zu Schweigen von seiner Frau, die auch verletzt wäre, wenn sie es wüsste.

Und jetzt, in der neuen Situation war wiederum ER derjenige der zerstört hat. ER hat sich falsch verhalten. Nicht ich. Und ER ist jetzt beleidigt und zieht sich zurück und ist nicht mal höflich!

Nicht alles finde ich in mir, aber gerade dieses „aus dem Weg“ gehen, nicht auf Jemanden zu gehen können, sich zurück gewiesen fühlen (wohlgemerkt ohne Grund, ich war ihm anfangs immer noch freundschaftlich sehr zugewandt!) und dann beleidigt sein.

Er tut sich selbst damit keinen Gefallen. Sitzt in seinem Loch.

Als mir das klar wurde, hat sich auch mein eigenes Beleidigt sein erklären lassen. Ich habe genau dasselbe getan. Warum das allerdings aus diesem Spiegel entsteht, verstehe ich nicht, es müsste ja gerade umgekehrt sein …

Aber es war genau so …

Ich fühle mich verletzt, gekränkt, zurück gewiesen, nach 10 Jahren Freundschaft (und mehr?!), höre die Therapeutin und zack — projiziere ich, fühle mich von meinen Liebsten zurück gewiesen, weil ich Dinge unterstelle für die es nie einen Anlass gab diese zu denken!! Tue mir damit nur selbst weh, wenn ich so in meinem Loch vor mich hingrüble und wieder – durch das Erleben in der Arbeit – weg bin von der Selbstliebe.

Unterstellen kommt von mangelnder (Selbst)liebe ist destruktiv und beleidigt sein aus Unterstellungen erst recht!

Übermorgen…

Jede meiner Fasern, jede kleinste Zelle … sehnt sich nach ihm… ❤

Ich hoffe so sehr dass ich bald in seinem Armen liegen kann und für eine Weile wieder die ganze Welt vergessen kann.

Ich möchte ihm so viel erzählen und eigentlich doch nur mit ihm schweigen.

Ich möchte ihm in die Augen sehen, ihm den Stress und die Sorgen wegstreicheln und ihn nie mehr gehen lassen.

Und mit jeder Nachricht von ihm, liebe ich ihn ein Stück mehr. Ich schaue aufs Display und oft laufen mir Tränen übers Gesicht vor Glück. Und wenn ich es schaffe in der Selbstliebe zu sein, kann ich die Worte annehmen und in meinem Herzen einschließen.

Gespräche…

wieder einmal fällt mir auf, dass die Menschen auf mich zukommen und Themen ansprechen, die auch mich im Moment betreffen. Da es unterschiedliche Dinge sind, frage ich mich, ist es eine energetische Schwingung warum sie sich gerade bei mir öffnen? Oder ist es einfach die „Verbundenheit“ mit allen Dingen, wie man es im Schamanismus nennt. Oder ist es doch die höhere Ordnung…

Wie auch immer …

Da ist die Bekannte, die ich erst das 2. Mal getroffen habe, die mir erzählt von ihrer Ex Beziehung, dass sie noch ein Jahr zusammen gelebt haben und wie unsensibel der Ex war wenn es um Telefonate mit seiner neuen Freundin ging. Die sich aus beruflichen Gründen mit Kindern und deren Psyche auskennt und völlig entsetzt ist nicht nur in welchem Alter ich mit dem Verlust eines so sehr geliebten Menschen konfrontiert wurde, sondern auch durch welche Umstände.

Das macht mir bewusst, dass ich nicht total verrückt bin und dass es normal ist, dass da etwas in mir gebrochen ist, es dauert bis das wieder heil werden kann.

Es zeigt mir – wie auch schon die Gespräche mit dem Waldspaziergang-Bekannten und meiner Gassi-Kollegin, wie normal es ist noch eine zeit lang wenn es die Umstände erzwingen, mit Kindern erst recht, noch zusammen zu wohnen (warum habe ich mir nur so lange Mist angehört und gegrübelt!!!). Es zeigt mir immer wieder was für ein fürsorglicher, rücksichtsvoller und starker Mensch mein liebster Hase ist.

Heute hatte ich gleich 2 Patientinnen die außerhalb meiner eigentlichen Arbeit Rat gesucht haben. Ich blühe da immer total auf und bin in meinem Element. Das ist ganz oft so, dass mich Patienten um anderen medizinischen Rat fragen. Heute waren es mehr psychische Dinge und wenn ich die nötige Kompetenz hätte, dann könnte ich neben bei auch HP Psychologe machen und nebenbei meine Patienten noch dazu betreuen.

Tatsächlich ging es bei den Beiden heute auch um Panik – und Angst, aus verschiedenen Gründen nach traumatischen Erfahrungen. Das erste Gespräch war mehr Zuhören und Rat geben, auch wie man aktuell auf einen grünen Zweig kommt. Das zweite war auch für mich sehr gut. Die Patientin ist auf der Suche nach psychologischer Hilfe, erzählte von Ihrem Leben, ihrer sehr frühen Scheidung, dass sie dann lange Zeit gebraucht habe um abzuschließen, dass sie viele Dinge in der Zwischenzeit getan hat, die sie in eine Ehe nicht getan hätte … aber vor allem auch wie sehr sie verletzt wurde und sich scheut einen neuen Mann in ihr Leben zu lassen, damit dieser nicht ungerecht behandelt wird und ausbaden muss, was ein Anderer ihr angetan hat… ohja, wie oft habe ich in den letzten Wochen genau darüber geschrieben. Es zeigt zumindest, auch hier, dass es ein Stück weit „normal“ ist Angst zu haben und zu projizieren. Es ist wohl menschlich. Und es dauert. Aber es ist so wichtig daran zu arbeiten. Es darf nicht sein, dass man sich die Gegenwart und Zukunft von den Menschen aus der Vergangenheit kaputt machen lässt. Schlimm genug, dass diese Menschen da waren. Es zeigt mir auch, dass die Dauer wohl nicht so sehr das Problem ist, denn diese Frau hat sehr schnell die Reißleine gezogen und hat doch viele Jahre noch gelitten. Und tut es vielleicht bis heute, weil sie sich Dinge verwehrt und die Panik nachts … wer weiß wo die herkommt…

Ich bin heute wieder sehr dankbar für meinen Beruf. Dass muss ja auch mal gesagt werden, wo es mir so oft schon gegenteilig zumute war. Ich finde es sehr schön, wie offen die Patienten zur mir sind und dass sie mir so sehr vertrauen.

Aufgabe

Für mich einstehen … so als Aufgabe meiner Freundin für den Selbstwert.

Der Therapeutin sagen, was da letztes Mal los war und schief gelaufen ist ..

Hm, am Telefon geht das auf keinen Fall.

Ich schaffe es nicht mal per Mail.

Eigentlich müsste ich das nämlich mit meinen Worten formulieren.

Und ich frage mich .. warum geht es nicht?

Was kann mir passieren? Ja die ist die Angst wieder. Vor Ablehnung oder „Beziehung“ beenden. Was ist aber schon dabei? Was ist wenn sie denkt, die Klientin hat einen Vollschaden oder sie sagt, sie therapiert mich dann nicht weiter? Oder dass es mein Problem ist wenn ich mich so fühle?

Was ist dann? Dann fühle ich mich abgelehnt, sogar von einem Profi. Dann fühle ich mich wahrscheinlich untherapierbar.

Was ist wenn ich bei ihr durch eine Email evtl. Auslöser für Selbstzweifel wäre? Oder wenn sie nicht Kritikfähig ist?

Es ist auch wieder der alte Trigger, was wenn sie was schlimmes in die Antwort schreibt, dass mich wieder zurück wirft?

Und letztendlich; jetzt sitze ich hier und dachte ich kann ja mal eine Mail formulieren…

Aber ich habe nicht mal Worte um es auszudrücken was da passiert ist! Und obwohl ich genauso weiß wie schlecht es mir ging und was sie da vom Stapel gelassen hat, was sie aus ihrer Position nicht dürfte. Denke ich auch schon wieder; Du stellst Dich aber auch an, das ist ja nicht ihr Problem wenn Du so eine geringe Selbstliebe hast und nicht glaubst, dass Dich andere vermissen oder lieben.

Das ist auch etwas was ich von mir kenne … in der Ex Beziehung, in Freundschaften, beim Job, auch am Montag wieder, perplex dass der Typ es immer noch nicht kapiert hat und rumbaggern will, fehlen mir die richtigen Worte, weil ich mich nicht „anstellen“ will, oder ihn noch mehr verletzten will… lass ich es einfach so stehen …

Ist das so eine innere Kind Nummer? Sei bloss brav und reg die Leute nicht noch mehr auf, die haben schon genug Probleme. Sei still und mach das mit Dir selbst aus, sonst mag Dich wieder keiner?

Und was sagt das Kind dazu wenn die Erwachsene weiterhin nicht für es einsteht?

Mach ich das jetzt wieder größer als es ist?

Aus Liebe

Diese Erkenntnis ist sicher nicht neu – aber für mich lohnt es sich diese Dinge zu notieren. Damit sie sich in mir festigen können.

Es ist so viel anders wenn man aus Liebe handelt anstatt aus Angst … (Bist Du noch da? Liebst Du mich noch?)

Wenn aus dieser Angst heraus eine Botschaft ausgesendet wird, dann entsteht dieser Domino Effekt… denn die Botschaft wird aus dem Mangel geboren … und nicht etwa aus Zuneigung. Man erwartet etwas das daraufhin passieren sollte, damit man sich wieder sicher fühlt.

Aber dafür ist der Partner nicht verantwortlich.

Weder kann er etwas für die in der Kindheit entstandene Verlustangst. Noch für den mangelnden Selbstwert. Er ist weder die Ursache, noch der Therapeut, auch nicht der Retter. Er ist ein Mensch, der es verdient hat, seiner Selbst willen geliebt und geschätzt zu werden (und der mal davon abgesehen sein eigenes Leben mit seinen eigenen, nicht gerade kleinen Baustellen hat!)

In diesem Mangel an Selbstvertrauen begegnet man dem Gegenüber ungerecht.

Wenn ich aber aus Liebe handle, aus Liebe weil ich es so empfinde, eine Botschaft sende. Dann entsteht ein völlig anderes Gefühl. Die Liebe will nichts … sie will dem anderen Gutes tun und da steckt keine Erwartung dahinter… das befreit und macht glücklich.