Traurig

Alle freuen sich über die kühleren Temperaturen, klar ich freu mich für die Tiere, die endlich wieder Wasser haben 🙂 natürlich, die Natur braucht Regen und es war definitiv zu lange zu heiß … aber verdammt noch mal ich habe Urlaub! Ich würde ganz gern mal auf dem Balkon sitzen, was ich wegen der Arbeit mittags fast nie kann … ja ok, unfair, ich habe ja auch Freitags frei ..

Also was macht mit letztendlich zu wütend und so wahnsinnig traurig?

Es ist zum Teil der Herbstanfang, Herbst macht mich traurig, als Novemberkind habe ich so manchmal das Gefühl diese Traurigkeit kommt mit auf die Welt, oder ist das nur so weil ich seit ich Kind bin diese Traurigkeit als Freundin habe? Neben mir, in mir und oft mit mir … ich kann auch sehr ausgelassen und fröhlich sein, aber die letzten Wochen fällt mir das schwer …

Es ist so viel Umbruch

Das renovierte Zimmer gefällt mir so gut … es ist wirklich MEIN Zimmer geworden … so langsam füllt es sich auch hier und da mit Bildern. Ein Einweihungs-Segungs-Ritual habe ich auch schon gemacht, was sehr schön war. Aber da liegen auch immer noch die Bretter der ehemaligen Einbauchschränke und ich verbringe noch keine Zeit im Zimmer, weil es noch nicht so weit ist … ich muss das noch schaffen, das Alte loslassen und ich weiß nicht warum es mir so schwer fällt. Ich habe so lange darüber nachgedacht .. über einen Monat schon … und es wird nicht leichter auch wenn die Logik völlig klar ist …

Loslassen ein nicht enden wollendes Thema, dass ich dringend angehen muss, ich schiebe es immer vor mir her … habe irgendwie keine Kraft dazu … aber es drückt mich nach unten und so wird es nie besser werden ..

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Ich gestehe…

dass ich immer noch auf einer der Dating Webseiten angemeldet bin … gestehen, weil …. es eigentlich nix bringt … aber trotzdem ist da immer noch so ein kleiner Gedanken: „und wenn der Richtige jetzt eben doch auch das mal ausprobiert … muss ja nicht sein Ding sein … aber vielleicht ist er in real genauso aufgeschmissen wie Du …“

Ja und ab und an kommt da auch so eine Mail ins Haus geflattert „Neuer Besucher auf Deinem Profil..“ und nein, ich gehe nicht nur nach Äusserlichkeiten, aber gerade auf so einem Profilfoto, sollte man doch keine Sonnenbrille auf, nicht die Ex rausgeschnitten, kein altes T-Shirt, keinen gestörten oder wütenden Blick, keine von unten Fotographie, keine im Fahrstuhl oder vor dem Spiegel Fotographie … usw. hochladen .. nunja also meistens entfläucht mir ein: Oh Nein!!! Und er ist weggeklickt ..

Ganz selten wie heute ein anerkennendes: Oho!! Und auf die Nachricht geklickt und noch während sie sich öffnete sehe ich den Nickname … NAMASTE … alles klar ich bin dann mal offline!

Mega Start in den Urlaub

Es hätte nicht besser starten können, eine gute knapp einstündige Fahrt ohne besondere Vorkomnisse, (Drängler und so sind ja normal ..) ein superschönes helles Hotelzimmer, tolle Aussicht, sauber und groß. Ein kleiner Rundgang durchs Städtchen, lecker zu Abend gegessen mit Flammkuchen und zum Nachtisch ein Eis … und GEWITTER!! Nicht so gut, wenn man auf ein Open Air Konzert geht … jetzt hat es – wieviele? – Wochen nicht geregnet … aber als wir uns auf den Weg zum Shuttle Bus machten, war es vorbei. Kein Regen mehr. Bus gerade noch pünktlich erreicht .. und die Location: ein Hammer!! So ein wunderschönes Konzert habe ich noch nie erlebt.

Das der Typ der Hammer ist mit seiner tollen Stimme und den super Texten, geschenkt 😉 ❤ das wussten wir schon, aber das hinter der Kulisse einer Klosterruine mit wundervoller Bühnenbeleuchtung und KEIN REGEN mehr 🙂 Hurra!!!!

Lustige Begegnungen im Bus: „Ihr seit aber keine Laith Fans oder? Hattet ihr Freikarten??“ BITTE??? Wir sind Fans der ersten (najaaaaaaaaa) der ersten Stunde des ersten bekannten Liedes 🙂

Den ganzen Heimweg zum Hotel gelacht, glücklich eingeschlafen in bequemen Betten, frisch aufgewacht mit einer tollen Frühstück .. und die Stadt unsicher gemacht, Kirche besichtigen, bischen einkaufen, Parfumes probieren wie mit 13 😉 und den Berg wieder hinauf um Wellness zu machen, mal abgesehen von einem etwas merkwürdigen Ambiente in den „Ruheräumen“ (erinnerte stark an Bordell oder Swingerclub!) ein richtig tolles Schwimmbad mit blau-türkisem Licht, Sternenhimmel und einer schönen Liegewiesen zwischen Palmen und kostenlos Wasser/Tee/Obst am nachmittag …

Ich bin jetzt noch ganz baff.

Zum Abschluss italienisch essen im Ort und im Kurpark ein Radler, bisschen Lärm in der Nacht aber sonst alles perfekt und sogar noch eine Marmelade geschenkt bekommen beim Auschecken (bekamen die anderen nicht 🙂 )

So kann der Urlaub beginnen ❤

Widersprüchlich

Einerseits könnte ich vor Freude hüpfen …  drei Wochen Urlaub, kein Stress, kein Telefon, keine nervigen Leute um mich herum … entspannen, Freunde treffen, Liegestuhl und Garten … Bücher … Zimmer schön machen …

🙂

Aber andererseits bedeutet das auch drei Wochen ohne ihn. Wenn es sonst am Ende der Woche leicht zieht aber gut abwendbar ist mit ein bischen Vernuft, so ist es heute so weit dass ein paar Tränen kullern… aber gut sollen sie, wieso auch nicht, warum soll ich mich selbst anlügen, dass ich nichts empfinden würde, ist lang zu spät, also darf ich mir auch erlauben ihn zu vermissen. Vor allem weil wir uns nicht mal schreiben können …

Dass er mich auch vermisst, sollte mir eigentlich etwas helfen, wäre da nicht immer wieder das alt bekannte Gefühl, dass mir immer wieder sagt; dass kann doch garnicht sein, warum sollte er, vielleicht sagt er das nur, weil … und da lässt sich das Unterbewusstsein einiges einfallen …

Ich habe gerade alte Tagebücher wiedergefunden und oh weh, es war ja garnicht so, dass ich keinen abbekommen hätte, so wie ich das immer dachte… nein, es war eher so, dass mir keiner recht war, damals nicht, heute nicht … und dass ich auch da schon blöde Gedanken hatte, völlig irrsinnig auf die keiner gekommen wäre und teilweise Männer vor dem Kopf gestossen haben, die mir wichtig waren, nur um nicht blöd dazustehen, falls die Gefühle doch anders waren, als ich sie interpretiert habe, als sie mir sogar gesagt und gezeigt wurden … ne, bloß kein Blöße geben, immer cool bleiben. Vielleicht habe ich mir dadurch den besten Freund als Mann entgehen lassen …

Diesmal gibt kein Entgehen lassen, es ist wie es ist … und kann nicht werden, aber zumindest, dass was es ist … etwas Wunderbares, dass da ist, etwas dass durch Alltag nicht zerstört werden kann, dem die Sehnsucht durch Aktion nicht genommen werden kann, etwas das tief geht, viel tiefer als alles äußerlich verliebte, etwas dass ich sich nicht erklären lassen kann durch Logik .. etwas dass ich eigentlich poetisch ausdrücken sollte, es aber nicht kann, weil es einfach zu viel Gefühl ist dass es mir kitischg vorkommen würde, was ich aber auf einem Instragramm Account endteckt habe… :

„Es sind jede Berührungen, wenn ich tief in deine Augen schaue und du in meine. und wir, mutig genug, unsere Seelen öffnen ……..diese Berührugen, wenn wir trotz Kleidung, nackt voreinander stehen, uns lächelnd und stillschweigen von Innen betrachten, wissend um die Schönheit dieser Chance …“

©https://www.instagram.com/seelenschreiberei

 

 

 

Auch wenn…

es niemals sein wird … so bin ich glücklich und dankbar dafür, dass ich verliebt bin, dass ich ihn liebe… leider (?) war ich nie ein Schmetterling was Liebe betrifft, ich war selten wirklich verliebt …und habe viel zu lange an Dingen festgehalten aus den falschen Gründen ..Vielleicht habe ich so einiges an Spaß und Sex und Leben verpasst…

Und auch wenn .. es weh tut weil die Sehnsucht manchmal groß ist … ich fühle, mein Herz lebt und liebt und es ist ein schönes Gefühl …

Und niemals hat mir Jemand Sätze geschrieben wie „Danke dass du da bist, dass du die bist, die du bist …“
Das fühlt sich an wie ein kuschliger Regentag auf dem Sofa, eingwickelt in eine warme weiche Decke mit einer Tasse Kakao und einem Lieblingsbuch ❤

Markus,

ich habe Deinen Schrank ausräumen müssen, damit man ihn zum renovieren umstellen kann… das war viel schwerer als gedacht, ich werfe ja nichts weg, es ist nicht mehr viel von Dir da .. Aber der Morgenmantel, der noch nach Dir riecht, obwohl das garnicht sein kann… der Aufnäher Deiner Mottoradjeansjacke .. Du hast sooo cool ausgesehen .. mein Held .. Deine Stiefel … mein ersten Freund hatte ähnlich und er sah so lächerlich aus damit, hast Du ihn gesehen damals? Hast Du gelacht…?
Deine Mottorad Handschuhe, sie passen mir, ich habe gehofft Dich zu fühlen … es tut so weh .. Geburtstagkarten, von Deinem letzten… all die Dinge die zeigen, dass Du wirklich da warst, da war ein Mensch, der zu mir gehört hat, ganz nah… der war wie ich .. die gleichen Hände, die gleichen Haare, … ich habe das Pflaster runtergrissen vom Herz, so wie Du mir damals die Augenpflaster, doch diesmal hat es weh getan … es blutet … und ich fühle mich leer, da fehlt etwas .. ein Raum neben mir und in mir den man nicht füllen kann, niemand kann das … das hat lange gebraucht das zu erkennen.. Du bist nicht ersetzbar… Du bist niemals vergessen, vielleicht kann das Bluten stoppen, aber nur wenn ich es jetzt zulasse, vielleicht verheilt es und wird eine Narbe die ich mit stolz tragen kann… denn Du warst da, ich hatte Dich, wenn auch viel zu kurz… Du bist für immer mein Held und die Erinnerung an die Geborgenheit nehme ich mit, so lang bis Du mich abholen kommst …

Deine kleine Schwester ❤